Kassel (ots) - In den frühen Morgenstunden des heutigen   Samstags gegen 02.15 Uhr gingen bei der Feuerwehrleistelle und der Leitstelle des Polizeipräsidiums
Nordhessen mehrere Notrufe ein. Die Anrufer teilten mit, dass es vermutlich soeben zu einer schweren
Explosion in der Mariendorfer Straße im Kasseler Stadtteil Philippinenhof gekommen sei. Den sofort
entsandten Rettungskräften von Polizei und Feuerwehr bot sich bei ihrem Eintreffen ein Bild der
Verwüstung. Der linke Teil eine Doppelhaushälfte war völlig zusammengebrochen. Der rechte Teil war
stark beschädigt und drohte einzustürzen. Nach Eintreffen der Einsatzkräfte begannen diese sofort mit
Bergungsmaßnahmen.  Hierbei gelang es Kräften der Kasseler Berufsfeuerwehr unter den Trümmern der eingestürzten Haus-
hälfte zwei schwerverletzte Männer zu retten. Diese wurden durch ebenfalls vor Ort befindliche Notärzte
erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus verbracht. Beide Männer schweben in Lebensgefahr.
Zum Alter und zur Identität der beiden Verletzten kann noch keine Aussage getroffen werden, da diese
nicht ansprechbar waren und laut Auskunft von Nachbarn erst in der vergangenen Woche in das Haus
eingezogen waren.  Die ersten Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die beiden Männer kurz vor der
Explosion nach Hause gekommen waren. Nachdem sie das Haus betreten hatten kam es zu dem
Schadensereignis. Zur Verstellung der Ursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.
Aufgrund des Schadensbildes ist jedoch vermutlich erst in einigen Tagen mit zuverlässigen Ergebnissen
zu rechnen. Die drei Bewohner der anderen Haushälfte konnten ebenfalls von der Feuerwehr gerettet
werden. Sie blieben glücklicherweise unverletzt. Da das komplette Haus einsturzgefährdet ist, konnten
sie nicht mehr in ihre Wohnung zurück. Sie werden in den nächsten Tagen bei Verwandten unterkommen. 
Mehrere vor dem Haus auf der Straße geparkte Fahrzeuge wurden durch umherfliegende Trümmerteile
teilweise stark beschädigt. Eines davon musste abgeschleppt werden. Da  das betroffene Haus mit einer
Gaszuleitung versehen ist, wird derzeit durch den Energierversorger die Straße aufgegraben um die
Zuleitung zu dem Anwesen zu kappen. Zum Gesamtschaden kann noch keine verlässliche Aussage
gemacht werden, er dürfte sich jedoch in einem deutlich sechsstelligen Bereich bewegen. Insgesamt
kamen ca. 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Einsatz.